Foodservice vs. LEH: dieselbe Frucht, andere Spezifikation

Foodservice und LEH kaufen oft dieselbe Frucht und brauchen sie trotzdem verschieden. Kaliber, Reife, Gebinde, Cut-off und Schwundlogik divergieren. Wer beide Kanäle mit einer Palette bedient, spart eine Tour und kauft zwei Reklamationen. Dieser Beitrag trennt die Spezifikationen, wie wir sie in München trennen.

Gastronomie-Annahme von Ananas und Mango an einer Münchner Küchenrampe am Morgen
Foodservice in München: die Küche braucht reifere Fenster als die Filiale, die noch vier Tage verkaufen will.

Gastronomie-Abrufe laufen bei uns über Gastronomie & Foodservice, Filialware über die Distribution. Dieselbe Dispo, getrennte Chargen, wenn die Physik das verlangt.

Die Unterschiede, die den Preis erklären

Merkmal LEH Foodservice
Reife 3–3,5, Nachverkauf 4–6, Küche/Buffet
Gebinde Lage, Display, Palette Karton, Hand, Kleinmenge
Annahme Filialrampe, Slot Küche vor Service
Kaliber einheitlich im Sichtkarton oft Stücklogik Buffet/Bar
Schwundort Regal / Nachreife Zuschnitt / Lager der Küche

Eine Smoothie-Banane Farbe 6 ist ein gutes Küchenprodukt und ein schlechtes Basissortiment. Wer sie in die Filiale schiebt, weil die Küche storniert hat, verschiebt das Problem. Wir etikettieren um, wenn überhaupt, nur mit klarer Kennzeichnung — nicht still.

Cut-off ist Kultur

Küchen bestellen spät, weil der Service entscheidet. Filialen bestellen früh, weil die Zentrale entscheidet. Beides respektieren wir mit unterschiedlichen Cut-offs. Derselbe Cut-off für beide ist Bequemlichkeit der Dispo, nicht Kundennähe.

Limette für die Bar und Limette für das Netz: oft dasselbe Ursprungsland, anderes Kaliber, anderes Kühlrisiko. Pitting durch zu tiefe Temperatur ist ein Klassiker, den Bars sofort sehen und Filialen später. Regime trennen.

Maximilian von Schöning lehnt Kleinstmengen ohne Tourkopplung ab. Ein Restaurant, das drei Mangos will, kann am Großmarkt abholen oder sich an eine Tour hängen. Ein Phantom-Lieferservice für Einzelstücke zerstört die Kalkulation und die Reife der restlichen Palette.

Menüplanung mit Vorlauf senkt Kosten stärker als Feilschen um den Karton. Wer im Dezember dieselbe Passionsfrucht wie im April festschreibt, kauft Flug oder Enttäuschung. Wer das Dessert anpasst, kauft Seeweg und Haltbarkeit. Das ist Küchenhandwerk, nicht Importeursmagie. Wer beides will, liest unser Glossar und bestellt Zahlen statt Stimmungen.

Ebene Eins Fruit Import GmbH

Ihr Ansprechpartner: Maximilian von Schöning

Thalkirchner Straße 81
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